ZTGDie RHÖN-KLINIKUM AG treibt die Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategie weiter voran und geht eine neue Zusammenarbeit mit einer Tochter der börsennotierten Fabasoft AG, dem österreichischen Enterprise Search- und Big Data-Anbieter Mindbreeze, ein. Der Klinikkonzern wird von diesem Unternehmen die KI (Künstliche Intelligenz)-basierte Suchmaschinen-Technologie Mindbreeze InSpire einsetzen.

Mit dieser, in enger Zusammenarbeit mit der RHÖN-KLINIKUM AG weiter entwickelten Anwendung in Form eines medizinischen Cockpits, kann sich das gesamte medizinische Personal rascher orientieren und wird dadurch entlastet. „Dieser neuartige Zugang zu medizinischer Information soll uns helfen, die steigende Menge an Daten zu strukturieren und danach auswertbar zu machen. Hier zeigt die Digitalisierung einen weiteren konkreten, erlebbaren Nutzen“, so Stephan Holzinger, Vorstandsvorsitzender des Konzerns. Das medizinische Cockpit wird erstmals am neuen Campus Bad Neustadt eingeführt; der Einsatz an den anderen Klinikstandorten des Unternehmens ist angedacht.

Mit der Anwendung implementiert das Unternehmen ein intelligentes System zur automatischen Dokumentenverarbeitung. Mit ihm können gezielt aus sehr unterschiedlichen und unstrukturierten medizinischen Dokumenten - wie Arztbriefen, Labor- oder OP-Berichten sowie Radiologiebefunden - für den Arzt relevante Informationen gefiltert und aufbereitet werden. Das System unterstützt durch semantische Analyse, unter Berücksichtigung von medizinischem Wortschatz und Syntax sowie vernetztem Suchen, die Informationsfindung in heterogenen und überwiegend freitextbasierten Patientendokumenten. So können im klinischen Bereich und im Forschungsumfeld bestimmte Muster in Befunden, Krankheiten und Medikation zielsicher erkannt werden, und die Ärzte erhalten einen schnellen Überblick bei umfangreichen Fällen. Alle Patientendokumente und strukturiert vorliegende Patientendaten werden dem Arzt auf einer zentralen Benutzeroberfläche, einem sogenannten medizinischen Cockpit, im zeitlichen Verlauf dargestellt.

Die RHÖN-KLINIKUM AG wird darüber hinaus auch mit weiteren Partnern künftig an fortschrittlicheren KI-basierten Systemen arbeiten. Hierfür richtet das Unternehmen eine entsprechende Kooperationsplattform ein, um Lösungen mit messbarem Mehrwert zu entwickeln.

„Wir glauben aufgrund des unverändert hohen regulatorischen und budgetären Drucks fest an den Einsatz intelligenter Assistenzsysteme, um noch effizienter zu werden. Das ist die Zukunft - daran führt kein Weg vorbei, sowohl bei administrativen Prozessen wie der Leistungs-dokumentation und -abrechnung, als auch perspektivisch bei der Diagnoseunterstützung. Dementsprechend treiben wir die Digitalisierungsstrategie, in der wir auch Telemedizin und Robotik berücksichtigen, weiter voran. Unsere neue Stabsstelle Digitale Transformation bindet in diesem Prozess das medizinische Personal und weitere Anwender intensiv ein - das ist für die interne Akzeptanz unerlässlich“, sagt Holzinger.

Die bisherige Zusammenarbeit mit IBM Watson wird nach Abschluss des Pilotprojekts nicht weiter fortgeführt.

Über RHÖN‐KLINIKUM AG
Die RHÖN‐KLINIKUM AG zählt zu den größten Gesundheitsdienstleistern in Deutschland. Der Klinikkonzern bietet Spitzenmedizin mit direkter Anbindung zu Universitäten und Forschungseinrichtungen. An den fünf Standorten Zentralklinik Bad Berka, Campus Bad Neustadt, Klinikum Frankfurt (Oder), Universitätsklinikum Gießen und Universitätsklinikum Marburg werden jährlich mehr als 800.000 Patienten behandelt. Rund 16.500 Mitarbeiter sind hier beschäftigt.

Mit dem RHÖN-Campus-Modell setzt das Unternehmen derzeit ein neuartiges und zukunftsweisendes Projekt um, das die sektorenübergreifende medizinische Versorgung in ländlichen Gebieten auf ein neues Exzellenzniveau hebt und sich an den wachsenden Bedürfnissen der Patienten orientiert.

Über Mindbreeze GmbH
Die Mindbreeze GmbH mit Sitz in Linz/Österreich ist ein führender europäischer Anbieter von Appliances für Enterprise Search, Big Data und Wissensmanagement. Die Produkte verstehen Informationen und ermöglichen eine konsolidierte Sicht auf das Unternehmenswissen - unabhängig davon, wo (Datenquellen) und wie (strukturiert, unstrukturiert) dieses gespeichert ist.

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