MicroNova30 Jahre nach der Unternehmensgründung hat MicroNova-Inhaber Josef W. Karl den Grundstein für den „Business Park Vierkirchen“ gelegt. Die Fertigstellung der neuen Räumlichkeiten ist für das erste Quartal 2018 geplant. Bis dahin werden rund sieben Millionen Euro in das Neubauprojekt geflossen sein.

Zur kleinen Zeremonie am Unterfeldring 6 waren der stellvertretende Dachauer Landrat Helmut Zech sowie der Vierkirchner Bürgermeister Harald Dirlenbach erschienen. Ebenso anwesend war Altbürgermeister Heinz Eichinger, während dessen Amtszeit das Vorhaben geplant und unter Berücksichtigung des Konzepts zur Ortsentwicklung genehmigt worden war. Gemeinsam mit den MicroNova-Vorständen Orazio Ragonesi sowie Dr. Klaus Eder bekannte sich Bauherr Karl vor den anwesenden Gästen auch explizit zum Standort: „Die Zusammenarbeit mit Landkreis und Gemeinde ist hervorragend. Wir planen für unseren Hauptsitz auch langfristig mit Vierkirchen.“

Umfassendes energetisches Konzept
Im Anschluss stellte Karl gemeinsam mit der Pfaffenhofener Architektin Rita Obereisenbuchner und Architekt Andreas Mayr die Pläne für den Neubau vor. Dabei fand nicht nur die moderne Architektur Beachtung: „Der Business Park Vierkirchen erhält ein innovatives energetisches Konzept. Eine Außenbeschattung mit Abstand zur Fassade vermeidet im Sommer das Aufheizen der Räume. Lüftungsfenster mit Einbruchschutz sorgen für eine Nachtabkühlung und entlasten somit ökologisch die Klimaanlage. Im Winter bleibt die Außenbeschattung grundsätzlich oben, so dass die Sonne die Räume erwärmen kann, während ein Blendschutz innen für ideale Lichtverhältnisse sorgt“, erläuterte Obereisenbuchner. „Zudem entsteht ein Anschluss an die örtliche Biogasanlage. Eine Photovoltaik-Anlage und eine Tankstelle für Elektroautos sind ebenfalls geplant“, ergänzte Andreas Mayr.

Architekten und Bauherr präsentierten vor Ort weitere Details: So entstehen auf drei Stockwerken und ca. 3.500 Quadratmetern Bürofläche 100 Arbeitsplätze - damit bietet der Neubau auch noch Reserven für weiteres Wachstum, zumal das Bestandshaus direkt vis-á-vis am Unterfeldring 17 von MicroNova weiter genutzt wird. Aus diesem Grund schafft das Unternehmen auch insgesamt 100 Stellflächen für PKW, davon 34 in der Tiefgarage des neuen Gebäudes. Die Grundstücksfläche von etwa 4.000 Quadratmetern bietet dabei genug Raum für die moderne Campus-artige Architektur samt reichlich Grünflächen.

Arbeitgeber für die Region
Von den insgesamt 230 Mitarbeitern der MicroNova-Gruppe - bestehend aus der AG sowie einem Schwesterunternehmen in Kassel und einer Tochtergesellschaft in Tschechien - beschäftigt MicroNova derzeit 140 am Hauptstandort in Vierkirchen. Das Gebäude am Unterfeldring 17 bezog das Unternehmen 1994, nachdem es zuvor seit 1988 für einige Jahre in der Kreisstadt Dachau ansässig war. Die ersten Büroräume hatten sich zur Gründung 1987 im Wohnhaus des MicroNova-Inhabers Josef W. Karl in Jetzendorf im Landkreis Pfaffenhofen befunden.

Nach vielen Jahren anhaltenden Erfolgs war nun einmal mehr der Platz knapp geworden, zumal das Unternehmen sich weiter erfolgreich entwickelt. Der damalige Vorstands- und heutige Aufsichtsratsvorsitzende Josef W. Karl sich daher wohlweislich bereits 1999 ein Grundstück im Gewerbegebiet gesichert und frühzeitig mit Planungen für den Neubau begonnen. „Ich bin sehr glücklich darüber, nach einer arbeitsintensiven Vorbereitungsphase nun den Grundstein für das neue Bürogebäude und damit auch für das weitere Unternehmenswachstum zu legen. Wir schaffen hiermit noch mehr ‚Raum für Innovation‘. Nun können Mitarbeiter und Unternehmensleitung diesen Raum weiterhin so erfolgreich nutzen, wie sie es bisher stets gemacht haben. Ich wünsche ihnen dafür gutes Gelingen“, fasste Bauherr Josef W. Karl vor Ort zusammen.

Innovationsmaschine Mittelstand
In Vierkirchen entwickelt das Unternehmen in drei Geschäftsfeldern unterschiedliche Software-Lösungen: Eine patentgestützte Technologie ermöglicht den sicheren Austausch medizinischer Informationen zwischen Leistungserbringern, wie beispielsweise Ärzten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Zudem können Ärzte wichtige Patientendaten an Fachkollegen weitergeben, um so Kosten zu sparen und den Behandlungserfolg zu verbessern. Auch namhafte Automobilhersteller und -zulieferer setzen auf die Lösungen des Unternehmens, insbesondere beim Test von Steuergeräten, die in PKWs zum Beispiel Assistenz- oder Komfortsysteme regeln. Ein weiteres Standbein bildet die Entwicklung von Management-Lösungen für Mobilfunknetze - zwei der drei großen deutschen Netzbetreiber in Deutschland nutzen derzeit die MicroNova-Systeme. Ein viertes Geschäftsfeld ist der Vertrieb von Lösungen zum IT-Management, welche die korrekte Funktionsweise von Hard- und Software in Rechenzentren überwachen und steuern.

„Der Mittelstand ist nicht nur das wirtschaftliche, sondern auch das Innovationsrückgrat in diesem Land. Unsere Mitarbeiter schaffen immer wieder auf beeindruckende Art und Weise technologisch anspruchsvolle Lösungen und gestalten damit ein Stück unserer aller Zukunft“, sagte der Vorstandsvorsitzender Orazio Ragonesi im Rahmen der Neubaupräsentation. Sein Kollege Dr. Klaus Eder belegte diese Aussage gleich selbst: „Im Automotive-Bereich arbeiten wir derzeit zum Beispiel an Testlösungen für das autonome und elektrische Fahren. Und die Potenziale der Digitalisierung für das Gesundheitswesen sind gar nicht hoch genug einzuschätzen.“ Ragonesi nutzte die Gelegenheit, um ergänzend zu den High-Tech-Projekten auch einen weiteren Punkt anzusprechen, mit dem das Unternehmen immer wieder bei Bewerbern punktet: „Bei alldem bieten wir als Arbeitgeber mehr Sicherheit als so mancher börsennotierte Großkonzern. Auch in den Jahren nach dem Platzen der Internet-Blase oder der Banken- und Wirtschaftskrise haben wir die Belegschaft gehalten und ausgebaut. Wir freuen uns, mit dem Neubau ein weiteres Argument als Arbeitgeber in der Region und für die Region zu erhalten.“

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